Psychologie Glossar - Definition

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Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-(VIE-)Theorie (Vroom) (M8 - 03423)

Die Stärke einer Handlungstendenz bestimmt sich durch die multiplikative Verknüpfung verschiedener subjektiver Bewertungen. Zum Beispiel könnte der individuelle Arbeitseinsatz (Motivationsstärke) dadurch bestimmt werden, dass das Verhalten zunächst mit der antizipierten Wahrscheinlichkeit (Ergebniserwartung) unmittelbarer Handlungsfolgen (z.B. höhere Leistung) verknüpft wird, deren Wert (Valenz) sich wiederum dadurch bestimmt, mit welcher subjektiven Wahrscheinlichkeit (Instrumentalität) sie zur Erreichung eines langfristigen Ziels (z.B. Einkommen) beitragen. Die Attraktivität des Ziels heißt ebenfalls Valenz, wird aber von den individuellen Präferenzen (gewissermaßen modellexogen) bestimmt. Auf die gleiche Weise können Handlungsalternativen (z.B. Freizeitaktivität) und alternative Folgen derselben Handlung (z.B. negative Valenz der Zusatzanstrengung durch Freizeitverlust) abgewogen werden.